Für Kalender aus den Bereichen Beauty und Schmuck, vereinzelt auch aus dem Food-Bereich, nehmen wir die Inhaltsliste und suchen zu jedem einzelnen Produkt Angebote, in verschiedenen Online-Shops und teilweise auch im stationären Handel. Das Ergebnis steht auf der jeweiligen Produktseite im Kasten „Warenwert“, samt Tabelle, in der ihr jede Zeile bis zum Shop zurückverfolgen könnt.
Die Idee
Ein Adventskalender bündelt 24 Produkte. Ob sich sein Preis lohnt, zeigt der Vergleich mit dem, was der Inhalt einzeln kosten würde. Diese Summe ist der Warenwert.
So gehen wir vor
Für jeden Kalender durchlaufen wir dieselben Schritte:
- Jedes Produkt erfassen. Marke, Produktname und die Größe im Türchen, in Milliliter, Gramm oder Stück.
- Preise in mehreren Shops nachschlagen. Es zählt der aktuelle Verkaufspreis, nicht die unverbindliche Preisempfehlung.
- Den günstigsten Preis nehmen. Aus allen seriösen Fundstellen den niedrigsten.
- Größen auflösen. Gibt es die Kalendergröße nirgends einzeln zu kaufen, rechnen wir den Preis der nächstgrößeren Packung auf die enthaltene Menge herunter. Solche Posten markieren wir in der Tabelle sichtbar.
- Datum festhalten. Preise ändern sich täglich, deshalb steht an jeder Rechnung, wann sie entstanden ist.
Warenwert und UVP
Viele Hersteller geben den Warenwert ihres Kalenders auf Basis der unverbindlichen Preisempfehlung an. Im Handel zahlt man für dieselben Produkte aber selten die UVP, und wie weit darunter, hängt stark von der Marke und den enthaltenen Produkten ab.
Unser Warenwert beruht auf den günstigsten Preisen, die wir am Stichtag gefunden haben. Daneben zeigen wir die Spanne: die Summe der jeweils teuersten Preise. Beim Manucurist-Kalender 2026 sind das 272 € gegenüber 334 €.
Basis-Warenwert: Vergleichbarkeit von Warenwerten
Neben dem Warenwert steht an jedem Kalender eine zweite Zahl, der Basis-Warenwert. Basis sind die Standardgrößen: Wir rechnen den Inhalt zu den Preisen der normalen Packungen. Sie beantwortet damit eine andere Frage: nicht „was kostet der Inhalt einzeln“, sondern „wie viel Ware steckt drin“. Warum es die zweite Zahl braucht, erklärt sich am schnellsten an den kleinen Größen.
Kleine Größen sind im Verhältnis zur Menge fast immer teurer als große. Ihr kennt das vom Nutella-Miniglas im Supermarkt, das aufs Gramm gerechnet ein Mehrfaches des großen kostet. Bei Beauty-Minis ist es genauso: Eine 7-ml-Reisegröße kann pro Milliliter doppelt oder dreimal so teuer sein wie die Vollgröße.
So rechnen Hersteller, Influencer und Medien, und so rechnen wir auch: Zuerst schauen wir, ob es die Mini- oder Travel-Size-Version im Handel überhaupt einzeln gibt. Wenn ja, nehmen wir diesen Preis als Referenz. Wenn nein, suchen wir die nächstgrößere Packung und rechnen den Preis anteilig auf die enthaltene Menge herunter.
An dieser Stelle wird die Vergleichbarkeit zwischen Kalendern und Marken schwierig. Eine Marke, die kleine Größen gar nicht einzeln verkauft, sie aber in den Adventskalender packt, schneidet beim Warenwert schlechter ab: Wir rechnen ihre Portionen anteilig von der großen Packung herunter, während bei anderen der höhere Mini-Preis zählt.
Genau das ist einem großen deutschen TV-Sender passiert, der einen Adventskalender von Glück mit einem von Nutella verglichen hat. Glück schnitt deutlich schlechter ab, weil es die kleinen Größen dort nicht einzeln zu kaufen gibt. Nutella lag ein gutes Stück besser, weil es die passenden Portionsgrößen im Handel gibt.
Deshalb rechnen wir eine zweite Zahl aus. Für den Basis-Warenwert legen wir jedes Produkt auf den Milliliter-Preis seiner Standardgröße um, so als würdet ihr die Menge aus der normalen Packung abfüllen. Minis zählen dann nicht mit ihrem Mini-Preis, sondern anteilig zur Standardgröße. Damit werden Kalender untereinander ehrlich vergleichbar.
Was der Warenwert nicht kann
Er ist eine Momentaufnahme: Wir rechnen einen Kalender einmal durch, sobald sein vollständiger Inhalt bekannt ist. Das Datum dieser Rechnung steht an jedem Kalender, danach ändern sich die Preise weiter.
Versandkosten lassen wir außen vor. Sie würden zusätzlich anfallen, wenn man den Inhalt tatsächlich beim jeweils günstigsten Shop zusammenkauft. Manche Produkte lassen sich außerdem kaum bepreisen, weil es sie so im Handel gar nicht gibt. Und uns unterlaufen Fehler bei der Zuordnung, denn pro Saison sind es Tausende von Produkten. Sagt uns bitte Bescheid, wenn euch etwas auffällt.
Der Warenwert sollte ohnehin nur eines von mehreren Kriterien sein. Viel wichtiger ist, ob euch die Produkte wirklich gefallen: Würdet ihr sie alle auch einzeln kaufen? Und wie viele davon könnt ihr am Ende weder verschenken noch selbst gebrauchen?
Häufige Fragen
1. Was ist der Warenwert eines Adventskalenders?
Der Warenwert ist die Summe der Preise, die ihr zahlen würdet, wenn ihr die enthaltenen Produkte einzeln kauft. Wir nehmen die Inhaltsliste und suchen zu jedem Produkt Angebote, mit Preis, Größe und Quelle.
2. Warum rechnet ihr mit dem günstigsten Preis?
Wir nehmen pro Produkt den niedrigsten Preis, den wir am Stichtag bei einem seriösen Händler gefunden haben. Wer beim Nachkaufen ein wenig vergleicht, kommt damit tatsächlich auf unsere Summe. Die Summe der teuersten Preise zeigen wir daneben.
3. Warum weicht euer Warenwert von der Herstellerangabe ab?
Hersteller rechnen meist mit der unverbindlichen Preisempfehlung. Wir rechnen mit den Preisen, die im Handel tatsächlich verlangt werden, und die liegen je nach Marke deutlich darunter.
4. Wie oft rechnet ihr einen Kalender durch?
Einmal, sobald der vollständige Inhalt eines Kalenders bekannt ist. Das Datum dieser Berechnung steht an jedem Kalender, denn danach ändern sich die Preise weiter.
5. Was bedeutet Basis-Warenwert?
Der Wert des Inhalts, gerechnet zum Milliliter-Preis der Standardgrößen, also ohne den Aufpreis, den kleine Formate im Handel kosten. Damit werden Kalender untereinander vergleichbar, auch wenn die eine Marke Minis einzeln verkauft und die andere nicht.
Alle Kalender, die wir bisher nachgerechnet haben, stehen nebeneinander in einer Tabelle.
Zur Warenwert-RanglisteSeht euch an, wie die Rechnung auf einer echten Produktseite aussieht.
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